Elektromobilität und Ich

Im Sommer 2014 hatte ich durch Zufall meine erste Begegnung mit einem Tesla Model S. Nach einer kurzen Probefahrt und einem Gespräch mit dem Besitzer war mir klar: Wir brauchen so ein Auto! Natürlich war mir auch klar, dass meine Eltern niemals ein 100.000€ teures Auto kaufen würden. Trotzdem ließ mich Tesla nicht los - deshalb begann ich Recherchen, auch über die Elektromobilität im Allgemeinen. So erfuhr ich, dass der Strom an Tesla Superchargern gratis ist. Als ich ein paar Tage später mit meinem Vater an der Tankstelle sah, wie Euro um Euro in den Tank flossen, machte es bei mir „Klick“. Ich berechnete die jährlichen Unterhaltskosten unserer bisherigen Fahrzeuge und verglich diese mit den Unterhaltskosten eines Tesla Model S. Ergebnis: Die jährlichen Einsparungen durch niedrigere Energie- und Wartungskosten würden mehr als 10.000€ betragen – wodurch der Mehrpreis des Tesla in wenigen Jahren kompensiert werden würde.

 

Um diese Erkenntnis zu untermauern, verfasste ich eine Ausarbeitung, die unsere Anforderungen an E-Fahrzeuge definiert, alle am Markt befindlichen E-Modelle vergleicht und die für uns passenden Modelle herausarbeitet. Seitdem fährt meine Mutter einen Renault Zoe und mein Vater einen Tesla Model S. Unser Steuerberater hat meine Berechnungen bestätigt – die Firma René Engelhardt ist also der Beweis, dass Elektroautos wirtschaftlicher sind als konventionelle Fahrzeuge.

 

Ich beschäftige mich natürlich nicht nur mit der Elektromobilität in der Firma meiner Eltern, sondern auch mit der Situation der Elektromobilität in Deutschland. Deswegen besuche ich regelmäßig Veranstaltungen, um neue Kontakte zu knüpfen und mich weiterzubilden. Das Highlight war sicher die „nationale Konferenz Elektromobilität 2015“, auf der ich ein Foto mit Kanzlerin Merkel machen durfte und viele interessante Menschen kennengelernt habe. Meine Berichte finden Sie auf dieser Seite unter „Downloads“.

 

Nach einem Jahr Tesla habe ich unsere Erfahrungen in der Studie "Nie wieder tanken!" zusammengefasst. Unter anderem auch wegen meiner kritischen Haltung zu den bisher verfügbaren Elektrofahrzeugen der deutschen Autobauer schlug diese hohe Wellen, wodurch der Bundesverband eMobilität auf mich aufmerksam wurde und mich in seinen wissenschaftlichen Beirat aufnahm. Da mir als Stuttgarter natürlicherweise die deutsche Automobilindustrie mehr am Herzen als die amerikanische oder chinesische liegt, habe ich den Seminarkurs meiner Schule genutzt, um mich kritischer mit Elon Musk auseinanderzusetzen, herausgekommen ist die Arbeit: "Elon Musk - Held oder Luftnummer? Retten seine Autos die Welt?"

 

Im April 2018 habe ich meine Abiturprüfungen geschrieben, mittlerweile studiere ich an der TU München Elektro- und Informationstechnik. Nebenher betreibe ich die Elektroautovermietung EAV Stuttgart mit mittlerweile fünf Teslas und einer Renault Zoe. Ich warte bereits sehnsüchtig auf langstreckentaugliche Elektroautos aus Deutschland, sobald Ionity genügend Schnellladestationen hat und die "Tesla-Fighter" von Porsche, Audi und Daimler kommen, werden wir sicher auch die in die Flotte aufnehmen. Außerdem berate ich Firmen und Privatpersonen rund um das Thema eMoblität und kann dabei von den Erfahrungen aus der Autovermietung profitieren. Infos dazu finden Sie hier.