Reaktion auf meine Studie

Als E-Mobilist mit 25000 elektrischen Kilometern kann ich diesen erfrischend formulierten Bericht in allen Punkten bestätigen und loben. Er sollte zur Pflichtlektüre für Journalisten, Redaktionen und (Regional-)Politiker gehören!
Es wäre verständlich, wenn aus der Sicht des Top-Modells einige Aspekte geringfügig anders erscheinen könnten als von der untersten Stufe des ersten deutschen Serien-E-Autos: mit diesem Smart ed kann ich aber trotzdem alle Aussagen als richtig nachvollziehen und bestätigen. Allerdings habe ich auch das bisher beste E-Auto mit Rangeextender „erfahren“ können, das allerdings inzwischen nicht mehr neu erhältlich ist: Opel Ampera. Dieser PHEV mit rein elektrischem Antrieb kann exakt die Kombination „Wochentags-Pendeln + Urlaubsfahrt“ optimieren; manche Besitzer müssen nur zweimal im Jahr tanken (wegen Alterung des Benzins im Tank). Übrigens darf generell der Einfluss des Fahrzeuggewichts nicht überschätzt werden, die Rekuperation bügelt da einiges aus. Viel wichtiger ist der Luftwiderstand, weshalb auch der BMW i3 eher nur für die Stadt taugt.
Der Apell an die deutsche Autoindustrie muss besonders laut betont werden. Nicht nur die bisher bekannten Firmen (Fernost und USA) sind schon Konkurrenz, sondern auch Indien baut inzwischen eigene E-Autos (seit 2.6.2016 der e-Verito), so einfach ist das.

Dr. Bernhard Liesenkötter
02.06.2016