Nur rein-elektrisch ist ökologisch und wirtschaftlich!

Die deutschen Hersteller preisen den Plug-In-Hybrid als Brückentechnologie an. Diese Formulierung sowie die Publikationen der Autohersteller erwecken den Eindruck, der Übergang vom Verbrennungs- zum Elektromotor seine eine Art Fluss oder Meeresarm, den man nur mithilfe einer Brücke überqueren könnte. Tatsächlich ist dieser Übergang eher ein Rinnsal, maximal ein kleiner Bachlauf – der mit genügend Anlauf leicht zu überspringen wäre.

 

Ein Elektroauto mit 500km NEFZ-Reichweite zu bauen ist denkbar einfach: Man kauft Li-Ion Akkus und Elektromotoren kurzfristig zu, langfristig wird eine eigene Produktion aufgebaut bzw. die bestehende Motorenproduktion umgebaut. Außerdem muss die Karosserie eines bestehenden Fahrzeugmodells modifiziert werden: Verstärkter Unterboden zur Aufnahme der Akkumulatoren, Motorraum wird zum Kofferraum umfunktioniert, an den Platz des Kraftstofftanks wird die Leistungselektronik eingebaut. Nach diesem Prinzip baut Tesla Motors seine Fahrzeuge und ist damit relativ erfolgreich. Natürlich sind die Absatzzahlen von Tesla mathematisch gesehen nahezu unbedeutend. Beachtlich sind auch weniger die absoluten Verkaufszahlen, sondern viel mehr das Wachstum von der Silicon Valley Tüftlerschmiede zum Global Player und Spitzenreiter der Neuzulassungen in der Oberklasse:

 

Von knapp 2500 umgebauten Lotus Elise im Jahr 2006 zum Weltkonzern mit tausenden Angestellten, Händlernetz, flächendeckender Ladeinfrastruktur in allen Industrienationen und pro Quartal 25.000 produzierten Fahrzeugen.