Elektroautos sind ökologisch

 

Sowohl in den Medien, als auch in Gesprächen werde ich immer wieder mit einer Behauptung konfrontiert: Elektroautos seien nicht besser oder unterm Strich sogar schlechter als konventionelle Fahrzeuge, weil der Strom ja auch nur aus dem Kohlekraftwerk kommt. Außerdem ist die Herstellung ja auch energieaufwendig.

 

Tatsächlich ist der deutsche Strom nicht so grün wie in Norwegen oder Island, wo nahezu nur Wasserkraft zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Aber durch die Energiewende wird unser Strommix jeden Tag grüner und damit jeden Tag ein bisschen umweltfreundlicher - ein Benzin- oder Dieselfahrzeug stößt immer gleich viele Emissionen aus. Stand 2015 stößt ein Elektroauto, verglichen mit einem durchschnittlichen, konventionell angetribenen Fahrzeug 23% weniger Emissionen aus. (Vgl. Studie des Bundesumweltministeriums: "Wie klimafreundlich sind Elektroautos?")

Mit der Energiewende verstärkt sich das Problem der Energieschwankungen: An einem Tag kann in Süddeutschland die Sonne scheinen und die Offshore-Windpakrs im Norden laufen auf Hochtouren - am anderen Tag herscht Windflaute und es ist bewölkt. Für genau diese Szenarien bedarf es großer Stromspeicherkapazitäten - Elektroautos können hier zur Lösung beitragen: Wenn das Auto nicht bewegt wird, kann es Strom aus seinem Akku in das Netz speisen oder überrschüssigen Netzstrom aufnehmen. Wenn Deutschland das Eine-Million-Ziel erreicht hat, steht eine riesige Speicherkapazität zur Verfügung, Schwankungen in der Stromerzeugung zu kompensieren.

So gesehen sind Elektroautos sogar gut für die Energiewende, da diese Speicherkapazitäten fossile Reservekraftwerke ersetzen können.